Schon in der Produktion um ein Vielfaches weniger Energie-aufwändig und ein effektiver Kohlenstoff-Speicher: Holz ist eine doppelte CO2-Senke. Obwohl es offensichtlich zu sein scheint und auf grundlegendem Biologie-Wissen der Unterstufe basiert, ist diese Tatsache im Bausektor noch nicht angekommen. Für das holzmagazin habe ich einen proHolz-OÖ-Vortrag besucht, bei dem Klimaforscher Schellnhuber aktuelle Zahlen und Argumente präsentierte.
Hans-Joachim Schellnhuber ist eine Koryphäe der Klimaforschung, er gründete Anfang der 1990er Jahre das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und versucht seit Jahrzehnten die Problematik rund um den Klimawandel zu vermitteln. Jetzt hören ihm die Leute zu – von Studierenden bis zum Holzbau-Unternehmen.
Schellnhuber ist derzeit viel gebuchter Experte wenn es um die Veranschaulichung der Erdsysteme gibt. Welche Effekte unser Leben prägen, wann und welche Kipppunkte erwarten und wie sich das auf uns auswirken wird, erklärt er in einfachen und abgeklärten Worten. Er wird nichts an der Situation ändern können. Das können nur Politik, Wirtschaft und Industrie. Dass der Holzbau eine immense Chance als CO2-Senke ist, bringt er einleitend mit einem Zitat aus seiner Arbeit als politischer Berater auf den Punkt: „Wenn das wirklich stimmt, würden wir es doch längst so machen“. Nun ja. Es stimmt, und wir machen es noch nicht. Immer noch bauen wir zu einem Großteil in Stahl und Beton und das, obwohl diese beiden Industriesektoren nachweislich zu den größten CO2-Emittenten zählen. Schellnhuber präsentierte die Zahlen (seine Präsentation stellte er hier zur Verfügung), handeln müssen jetzt wir.

Der Beitrag findet sich in der zweiten Ausgabe des holzmagazins und hier im e-Paper(paywall).