Zwei Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine sprach ich mit Karin Stieldorf von der TU Wien über ein Projekt, das beim Wiederaufbau der zerstörten Häuser unterstützt und bei dem der Holzbau eine zentrale Rolle spielt.
Mit dem Wiederaufbau wartet man nicht, bis die Angriffe vorbei sind. Seit in der Ukraine die ersten Gebäude zerstört sind, wird wieder aufgebaut, repariert, saniert. Auch der Neubau nimmt einen großen Stellenwert ein: Das Land will sich auf neue, grüne Beine stellen.
„Ein Screensharing wurde gestartet“: Karin Stieldorf ist mit dieser Form des Wissensaustausches inzwischen vertraut. Spätestens seit der Kooperation mit dem Ort Trostjanez im Osten der Ukraine im vergangenen Wintersemester gehören digitale Meetings für sie zur Routine. Die Architektin leitete jahrelang das Fach „Entwerfen“ an der Fakultät für Architektur an der TU Wien und ist seit rund zehn Jahren Leiterin des Lehrgangs „Nachhaltig bauen“. Zuletzt betreute sie ein Studierendenprojekt, das sich mit dem Wiederaufbau und dem Neubau in der Ukraine befasste. Sie spricht über Breitengrade und Klimatabellen und stellt damit das Planungsgebiet in der Stadt Trostjanez in der Ostukraine vor, das sie selbst nur aus Streetview-Ansichten und Beschreibungen ihrer Kooperationspartner:innen vor Ort kennt. „Die Fernerkundung spielt bei einem solchen Projekt natürlich eine besonders große Rolle“, sagt sie. Dass das Klima in Trostjanez dem Klima von Wien sehr ähnlich ist, erleichterte die Sache sehr. „Besonders für den Holzbau“, sagt sie.
Den gesamten Text und dazugehörige Bilder gibt’s wie immer unter www.holzmagazin.com